Bava Batra 259

Kapitel 259

א וקדושין:
1 bei der Antrauung. Wenn jemand sonst zurücktreten will, so sagen wir, er könne zurücktreten; dies ist aber bei der Antrauung nicht der Fall. Wenn er oder sie nach der Antrauung zurücktreten will, so können sie dies nicht mehr, selbst wenn sie sich noch mit dieser Angelegenheit befassen, selbst wenn ihre Zeugen noch dastehen. Ebenso auch bei einer Spende für den Götzendienst: ist [das Gespendete] für den Götzendienst erfaßt worden, so ist er sofort strafbar und dieses zur Nutznießung verboten.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> האומר איש פלוני יירשני במקום שיש בת בתי תירשני במקום שיש בן לא אמר כלום שהתנה על מה שכתוב בתורה ר' יוחנן בן ברוקה אומר אם אמר על מי שראוי ליורשו דבריו קיימין ועל מי שאין ראוי לו ליורשו אין דבריו קיימין:
2 <b>W</b><small>ENN EINER VERFÜGT HAT, DASS JEMAND IHN BEERBE, WÄHREND EINE</small> T<small>OCHTER VORHANDEN IST, ODER DASS SEINE</small> T<small>OCHTER IHN BEERBE, WÄHREND EIN</small> S<small>OHN VORHANDEN IST, SO SIND SEINE</small> W<small>ORTE NICHTIG, WEIL DIES EINER</small> B<small>ESTIMMUNG DER</small> T<small>ORA ZUWIDERLÄUFT</small>. R. J<small>OḤANAN B.</small> B<small>EROQA SAGTE: SAGTE ER DIES</small><small>VON EINEM, DER</small> A<small>NWARTSCHAFT HAT, IHN ZU BEERBEN, SO SIND SEINE</small> W<small>ORTE GÜLTIG; WENN ABER VON EINEM, DER KEINE</small> A<small>NWARTSCHAFT HAT, IHN ZU BEERBEN, SO SIND SEINE</small> W<small>ORTE NICHTIG</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> טעמא דאחר במקום בת ובת במקום בן הא בן בין הבנים ובת בין הבנות דבריו קיימין אימא סיפא רבי יוחנן בן ברוקה אומר אם אמר על מי שראוי ליורשו דבריו קיימין היינו תנא קמא
3 GEMARA. Also nur in dem Falle, wenn ein Fremder, während eine Tochter vorhanden ist, oder eine Tochter, während ein Sohn vorhanden ist, wenn aber ein Sohn unter den Söhnen oder eine Tochter unter den Töchtern, so ist seine Verfügung gültig; wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: R. Joḥanan b. Beroqa sagte: Sagte er dies von einem, der Anwartschaft hat, ihn zu beerben, so sind seine Worte gültig. Dies lehrt ja auch der erste Autor!?
ד וכי תימא רבי יוחנן בן ברוקה אפילו אחר במקום בת ובת במקום בן קאמר והתניא רבי ישמעאל בנו של רבי יוחנן בן ברוקה אומר לא נחלקו אבא וחכמים על אחר במקום בת ובת במקום בן שלא אמר כלום
4 Wolltest du erwidern, R. Johan an b. Beroqa beziehe sich auch auf den Fall, wenn einen Fremden, während eine Tochter vorhanden ist, oder eine Tochter, während ein Sohn vorhanden ist, so wird ja gelehrt: R. Jišma͑él, Sohn des R. Joḥanan b. Beroqa, sagte: Mein Vater und die Weisen streiten nicht über den Fall, wenn einen Fremden, während eine Tochter vorhanden ist, oder eine Tochter, während ein Sohn vorhanden ist, ob seine Worte nichtig sind,
ה על מה נחלקו על בן בין הבנים ובת בין הבנות שאבא אומר יירש וחכמים אומרים לא יירש
5 sie streiten nur über den Fall, wenn einen Sohn unter den Söhnen oder eine Tochter unter den Töchtern; mein Vater sagt, er erbe, und die Weisen sagen, er erbe nicht. –
ו איבעית אימא מדקאמר לא נחלקו מכלל דתנא קמא סבר נחלקו
6 Wenn du willst, sage ich: Da er sagt, sie streiten nicht, so ist wahrscheinlich der erste Autor der Ansicht, daß sie wohl streiten.
ז איבעית אימא כוליה דרבי יוחנן בן ברוקה היא וחסורי מחסרא והכי קתני האומר איש פלוני יירשני במקום שיש בת בתי תירשני במקום שיש בן לא אמר כלום הא בת בין הבנות ובן בין הבנים אם אמר יירש כל נכסיו דבריו קיימין שר' יוחנן אומר אם אמר על מי שראוי ליורשו דבריו קיימין
7 Wenn du aber willst, sage ich: die ganze [Mišna] ist von R. Joḥanan b. Beroqa, und zwar ist sie lückenhaft und muß wie folgt lauten: Wenn einer verfügt hat, daß jemand ihn beerbe, während eine Tochter vorhanden ist, oder daß seine Tochter ihn beerbe, während ein Sohn vorhanden ist, so sind seine Worte nichtig; wenn aber: eine Tochter unter den Töchtern oder ein Sohn unter den Söhnen, so sind, wenn er verfügt hat, daß diese sein ganzes Vermögen erben sollen, seine Worte gültig, denn R. Joḥanan sagt, wenn jemand dies von einem sagt, der Anwartschaft hat, ihn zu beerben, seien seine Worte gültig.
ח אמר רב יהודה אמר שמואל הלכה כרבי יוחנן בן ברוקה וכן אמר רבא הלכה כר' יוחנן בן ברוקה
8 R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R. Joḥanan b. Beroqa. Und ebenso sagte auch Raba, die Halakha sei wie R. Joḥanan b. Beroqa.
ט אמר רבא מאי טעמיה דרבי יוחנן בן ברוקה אמר קרא (דברים כא, טז) והיה ביום הנחילו את בניו התורה נתנה רשות לאב להנחיל לכל מי שירצה
9 Raba sagte: Was ist der Grund des R. Joḥanan b. Beroqa? Die Schrift sagt:<i>und am Tage</i>, <i>an dem er seine Söhne erben läßt,</i> die Tora hat dem Vater freigestellt, [sein Vermögen] dem zu vererben, der ihm beliebt.
י אמר ליה אביי הא מלא יוכל לבכר נפקא
10 Abajje sprach zu ihm: Dies geht ja schon hervor aus:<i>er darf nicht die Erstgeburt verleihen</i>!? –
יא ההוא מיבעי ליה לכדתניא אבא חנן אמר משום רבי אליעזר
11 Dies ist für folgende Lehre zu verwenden: Abba Ḥanan sagte im Namen R. Elie͑zers: